Cleveland – Chicago 4:1
Die LeBrons waren zu stark, zu übermächtig für die Bulls. Definition: LeBron James, Spiel 4
Die Bullen gaben alles und noch viel mehr, ähnlich wie die Spartaner in 300, auch wenn sie wussten, dass sie keine Chance haben. Definition: Hinrich zu Noah, Spiel 3
Boston – Miami 4:1
Die Celtics mit ihrer ganzen Routine und Abgezocktheit, Definition: Paul Pierce, Spiel 4
Wade war Einzelkämpfer. In Spiel 4 markierte er 46 Zähler (plus 5 Reb, 5 Ass) und gewann die Partie. Es brauchte allerdings eine unglaubliche Leistung, Definition: Dwyane Wade, Spiel 4
Atlanta – Milwaukee 4:3
Die Bucks waren krasser Aussenseiter. In den ersten beiden Partien eigentlich ohne realistische Chance, dann kam Spiel 3 und der erste Sieg. An den Erfolg wirklich geglaubt haben sie erst hiernach, Definition: Carlos Delfino, Spiel 4
Trotzdem behielten die Hawks die Oberhand – Dank ihrer Athletik und Power. Definition: Josh Smith, Spiel 6
Orlando – Charlotte 4:0
Eine Serie ohne wirkliche Big Plays des Sieger, deshalb hier nur ein Video (und weil die Bobcats kein Spiel gewannen). Definition: Dwight Howards Fouls
L.A. Lakers – Oklahoma City 4:2
Die Thunder ohne Furcht, sondern mit Eiern. So haben sie fast jeden überrascht. Definition: Russell Westbrook, Spiel 3
Momentum bei OKC, Zeit für den Meister zurückzuschlagen. Demontage der Thunder in Spiel 5. Definition: Kobe Bryant mit all seinem Können und seiner Coolness, Spiel 5
Denver – Utah 2:4
Deron Williams, Superstar. D-Will uns Carlos Boozer nahmen die Nuggets Defensive sukzessive auseinander. Definition: Williams, Spiel 4
Die Nuggets waren stark, wenn sie gepasst und nicht auf eigene Rechnung gezockt haben. Besonders das Pick-and-Roll war tödlich für die Jazz. Ist nur schlecht, wenn man es viel zu selten macht oder es schwer gemacht wird. Definition: J.R. Smith, Spiel 5
Phoenix – Portland 4:2
Phoenix spielt Defense? In der Tat. Nachdem Grant Hill auf Andre Miller angesetzt wurde, ging bei den Blazers nicht mehr viel. Definition: Grant Hill blockt Jerryd Bayless, Spiel 6
Portland gab wie Chicago alles, kämpfte, aber die Waffen waren zu stumpf. Definition: Marcus Camby, Spiel 5 (nur mit Putbacks kann man keine Partie gewinnen)
Dallas – San Antonio 2:4
San Antonio wie mit Teambasketball – wie immer der Schlüssel zum Erfolg. Definition: Manu zu Timmy, Spiel 2
Dallas mit “Dirk wird es schon richten”. Definition: Dirk, Spiel 4
1. Das MVP-Rennen
Wie stünde Dallas ohne Dirk Nowitzki da? Wahrscheinlich nicht 18-7 und als zweiter im Westen. Dirk ist auch von seinen Stats her fast auf dem Level seiner MVP-Saison. Gleiches gilt für Dirks alten Kumpel Steve Nash, der die Suns zur gleichen Bilanz geführt hat. Dahinter Kobe, ‘Melo und King James fast gleichauf, aber auch von Dirk und Steve trennt dieses Trio nicht viel. Aber es sind auch noch drei Viertel der Saison zu spielen und es kann sich noch einiges tun.
Dirk Nowitzki (Mavs, 27,3 PPG, 8,3 RPG)
Steve Nash (Suns, 18,0 PPG, 11,1 APG)
Kobe Bryant (Lakers, 27,8 PPG, 5,5 RPG, 4,2 APG)
Carmelo Anthony (Nuggets, 30,3 PPG, 6,0 RPG, 3,1 APG)
LeBron James (Cavs, 28,2 PPG, 6,9 RPG, 8,1 APG)
2. Rookie of the Year
Es kann momentan nur einen geben. Brandon Jennings. Unglaublich wie er spielt, obwohl er zu Saisonbeginn sogar noch besser war. Dahinter kommt ihm Tyreke Evans immer näher. Jonny Flynn spielt ebenfalls mehr als solide, aber halt für die Wolves. Stephen Curry kann sicherlich noch mehr als er in Golden State zeigen kann, aber bei diesem Team ist eh alles zu spät. Schade, dass ausgerechnet ein Spieler wie Curry, der über großes Spielverständnis verfügt und ein Teamplayer ist, dort gelandet ist. Die Überraschung der Rookies ist Ty Lawson, der bei den Nuggets für ordentlich Energie von der Bank sorgt. Und: er darf spielen. Für Frischlinge unter George Karl nicht gerade usus.
Brandon Jennings (Bucks)
Tyreke Evans (Kings)
Jonny Flynn (Wolves)
Stephen Curry (Warriors)
Ty Lawson (Nuggets)
3. Bester Sechster Mann
Das Rennen um den Sixth Man Award ist unglaublich eng. Batkiller Manu Ginobili (oder sollte man ihn den Joker nennen), Jet Terry und Jamal Crawford liegen fast gleichauf. Aufgrund der tollen Quoten und weil er sich so gut in Atlanta eingefunden hat, kriegt Craw den Vorzug vor JT Money und dem Joker. Auch Carl Landry und J.R. Smith muss man absolut im Auge behalten.
Manu Ginobili (13,8 PPG, 3,5 APG, 42% 3PT, 23,2 MPG)
Carl Landry (16,3 PPG, 6,1 RPG, 56% FG, 26,4 MPG)
J.R. Smith (Nuggets, 13,9 PPG, 2,3 APG, 25 MPG)
Dazu gibt es eine ganze Reihe Verfolger: Ryan Anderson, Anderson Varejao, Earl Boykins, Will Bynum, Andray Blatche, Leandro Barbosa, Andrei Kirilenko, Paul Millsap, Jarrett Jack
4. Most Improved Player
Louis Williams hat in dieser Saison einen großen Schrit gemacht. Schade, dass er aufgrund eines gebrochenen Kiefers länger fehlt und nun noch Iverson im Kader ist, der seine Entwicklung behindern könnte. An zweiter Stelle steht Joakim Noah, der auf ein Double-Double im Schnitt kommt und vor allem offensiv stark verbessert ist. Bei einer besseren Quote als 39% aus dem Feld wäre Trevor Ariza weiter vorne. Channing Frye profitiert von Steve Nash, deswegen kommt er nur auf Rang Vier. Chris Douglas-Roberts spielt bei den Nets – mehr braucht man nicht zu sagen.
Louis Williams
Joakim Noah
Trevor Ariza
Channing Frye
Chris Douglas-Roberts
5. Zombies und Raketen überraschen
Was geht eigentlich mit den Zombies aka OKC? Drittheftigster Spielplan und trotzdem 12 Siege und nur 11 Niederlagen. Spielen sie so weiter winken die Playoffs. Gleiches gilt für die Rockets. Ihr Spielplan ist laut “Strength of Schedule” von ESPN.coms John Hollinger sogar noch einen Tick heftiger und sie stehen mit 14-10 momentan in der Postseason. Vor allem die Tatsache, dass beide Teams noch relativ jung sind, verspricht für die Zukunft einiges.
6.Defense wins
Die fünf effektivsten Offensiven der Liga bisher: Phoenix, Atlanta, Denver, Toronto und Orlando. Bis auf die Raptors haben alle Teams eine ausgezeichnete Siegquote. Warum es bei den Kanadiern nicht läuft? Ihr Defense ist mit Abstand die schlechteste der Liga. Nur fünf Mannschaften lassen weniger als 100 Punkte pro 100 Ballbesitze des Gegners zu. Boston, die Lakers, Charlotte, Cleveland und Dallas. Alle stehen momentan in den Playoffs.
7. Den Bulls fehlt Feuerkraft
Ben Gordons 20,7 PPG aus der letzten Saison sind in Detroit. Durch wen wurde Gordon ersetzt? Richtig, durch niemanden. Die Bulls machen pro Spiel mehr als 12 Punkte weniger als letztes Jahr, kein Wunder, dass sie so schlecht da stehen (8-14). Immerhin haben sie ordentlich Platz unter dem Salary Cap im nächsten Sommer. Mit den Playoffs wirds wohl nichts mehr. Coach Vinny Del Negro kann auch schon mal seine Koffer packen, obwohl die Fehler wohl eher im Management zu suchen sind. Klar, Gordon ist keine 55 Millionen für 5 Jahre wert, aber mehr als Jannero Pargo als Ersatz hätte es schon sein dürfen.
8. Boom Dizzle merkts nicht
Baron Davis regt mich immer mehr auf. Früher war er mal einer meiner Lieblingsspieler. Als er dann die Warriors in die Playoffs führte, Dirk rauskickte und Kirilenko für alle Zeiten Spalding auf die Stirn tätowierte, dachte ich, er kann es doch. Seine darauffolgenden Saisons, insbesondere bei den Clippers enttäuschen aber auf ganzer Linie. Dieses Jahr wirft er pro Spiel 4,5 mal nen Dreier in Richtung Korb, trifft aber nur 29%. Der Typ wirds wohl nicht mehr raffen. Schade.
9. Zur Lektüre
Die Spurs abschreiben? Lieber noch nicht. ESPN.com
Moin,
da ich zurzeit für Arbeit und Bachelorarbeit Zeit benötige, kommt der Blog in den kommenden Wochen etwas kürzer. Sobald es wieder richtig losgeht, gibt es eine Info. Bis dahin added Inglorious Baskets bei Facebook und/oder Twitter für zwischenzeitliche Posts.