Goaltending, nur echt mit Strohhalm-Gate

Die JordanCats

Michael Jordan kauft die Charlotte Bobcats. Bisher hatte MJ einen kleinen Anteil an der Franchise aus seinem Heimatstaat, jetzt wird er „Operating Owner“, dafür muss er mindestens 15% besitzen. Aus verschiedenen Quellen heißt es, dass Jordan eine signifikante Summe investiert hat. Auch wenn Jordan nicht arm ist – im Gegensatz zu Leuten wie Mark Cuban oder Paul Allen verfügt er nicht über Milliarden. Er wird jedoch weitere Investoren im Schlepptau haben, denn auch wenn MJ als Spieler (im Sinne von Vegas) bekannt ist, sein Vermögen wird er wohl kaum riskieren. MJs schiere Präsenz könnte der darbenden Franchise einige Sponsoren einbringen. An seinem Engagement in Charlotte wurde stark gezweifelt, er ließ sich kaum in der „Queen City“ blicken, aber schon am Tag nach der Bekanntgabe der Übernahme wohnte er dem Shootaround der ‚Cats bei – und verlor gegen Gerald Henderson zweimal beim Horse (das Ganze auf YouTube). Als GM der Wizards (das Kwame Brown-Desaster) und als Entscheider in Charlotte war Jordan weit von den Leistungen entfernt, die er als Spieler (im Sinne von Basketball) brachte, vielleicht kann er nun glänzen. Viele Fans fordern von Jordan die Bobcats, die nach dem Gründer Robert „Bob“ Johnson benannt sind, zu ändern. Mein Vorschlag: New Orleans den Namen „Hornets“ abkaufen – die brauchen schließlich Geld. Danach kauft Nola „Jazz“ von Utah, die sich daraufhin einen neuen Namen überlegen (vielleicht Bo Ring). Auf der Hand würde „Gamblers“ liegen – einfach die ausführliche Analyse von Henry Abbott bei TrueHoop lesen.

From Akron, Ohio … At 6 foot 8 … your number 6

Als LeBron James vor ein paar Monaten forderte, dass die NBA die Nummer 23 von Michael Jordan aus dem Verkehr ziehen sollte, war sich der Großteil der Fans, Experten, Spieler und Trainer einig, dass das eine Idee war, die genausoviel Sinn macht, wie George W. Bushs Irakkrieg. Immerhin hält der „König“ im Gegensatz zum Dunk Contest sein Wort. In der kommenden Saison wird er die #6 tragen – für wen, das hat er allerdings verschwiegen. Wie kommt James eigentlich auf die 6? Wenn die NBA Jordans Nummer zurückziehen sollte, dann wohl erst recht die von Bill Russell. 11 Titel – keiner hat mehr. Auch Dr. J alias Julius Erving trug die 6, auch wenn er für mich immer die 32 der New York Nets sein wird (an dieser Stelle sei allen das Buch „Loose Balls: The Short, Wild Life of the American Basketball Association“ von Terry Pluto ans Herz gelegt). Die Respekts-Story ist lächerlicher als Lothar Matthäus, denn wahrscheinlich wechselt LBJ nicht aus Respekt vor Jordan, sondern weil es ihn seinem Ziel, eine globale Ikone zu werden, noch näher bringt. Jeder Fanboy wird sich das neue Jersey holen. Er wird Kobe Bryant bei den verkauften Trikotzahlen überholen. Der Geschichte ist das egal – es zählen keine Trikotnummern oder verkaufte Exemplare des Jerseys, sondern nur die Anzahl der Titel.  Eine interessante Übersicht von Trikotwechslern findet sich hier.

Strohhalm-Gate

Kaum wechselt Caron Butler zu den Mavericks, verbietet ihm die NBA auf Strohhalme zu kauen. Ein schwerer Schlag für den Abhängigen, der seit Jahren während eines Spiels auf Strohhalmen kaut, weil es ihn beruhigt, sagte Butler bei „Inside the NBA“. Wieso er jetzt nicht mehr kauen darf, bleibt das Geheimnis der NBA. Was ist daran denn gefährlich? Und wenn die NBA es nicht verboten hätte, hätte es wohl niemand mitbekommen. Irgendwie mysteriös – das ist doch was für Ayman Abdallah. Überhaupt scheint Butler einer der merkwürdigsten Spieler der Liga zu sein. Im Sommer beichtete er seine Mountain Dew Sucht, die er überstand und deswegen sechs Kilo verlor. Was verbirgt Caron B. noch? Und was haben die Kornkreise und die Illuminaten damit zu tun? Schalten sie ein, am Montag um 22.15 – Pro7.

Abgesang auf einen Champ?

Die Boston Celtics verloren am 27. Februar gegen die New Jersey Nets. Ist das das Symbol für das Ende der Titelhoffnungen? Wie kann eine Mannschaft, die die Meisterschaft holen will, gegen die Nets verlieren? Klar, jedes Team unterliegt mal einem schwachen, aber wir reden hier über die Nets und vor allem über die Celtics. Kevin Garnett wird die gesamte Nacht danach nicht geschlafen, davor Glen Davis zum Weinen und unzählige Flüche ausgesprochen haben. Die Celtics erinnern mich an die Pistons von 06/07 und 07/08. Immer noch ein gutes Team, aber alt und nicht mehr in der Lage den entscheidenden Schritt zu machen. Genauso geht es momentan den Kelten. Garnett ist durch seine Knieverletzung nicht mehr der Alte, Allen trifft keine Dreier mehr und Pierce fällt andauernd mit kleineren Blessuren aus. Einzige Kendrick Perkins und Rajon Rondo werden immer besser. Aber das reicht nicht, um die Cavs, Magic und vielleicht auch die Hawks in den Playoffs zu schlagen. Aber wie sagte Rudy Tomjanovich: „Unterschätze niemals das Herz eines Champions.“ Vielleicht kann Boston mich und die anderen Kritiker eines Besseren belehren, aber wenn sie den Titel nicht holen und in der Postseason enttäuschen, wird eine ganz bestimmte Niederlage Ende Februar immer wieder zitiert werden.

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