Playoffs, Baby – Woche 1

Irgendwie war klar, dass die diesjährige erste Runde nicht so unglaublich werden würde wie im vergangenen Jahr. Wirklich spannend war es bisher selten, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Nach genau einer Woche ist aber die richtige Zeit für einen Zwischenbilanz.

Cleveland – Chicago 2:1
Die Bulls stärker als erwartet, die Cavs wirken allerdings so, als wenn sie nicht Vollgas geben. So etwas geht in den Playoffs eigentlich gar nicht. Bei Chicago wie 2009 gegen die Celtics Noah sehr stark, für ein Upset reicht es trotzdem nicht.

Boston – Miami 3:0
Im dritten Viertel von Spiel 1 waren die Celtics tot, mausetot (wie oft das diese Saison schon gesagt wurde) Doch der Meister von 2008 kam zurück, gewann das Spiel und führt nach Paul Pierce Buzzer Beater mit 3:0 in der Serie. Die Frage ist nur noch „In vier oder fünf?“. In der zweiten Runde geht es jedenfalls gegen die Cavs (es sei denn, es gibt ein bulliges Wunder) und wir dürfen gespannt sein, ob Rudy Tomjanovichs „never underestimate the heart of a champion“ auch für Boston gilt.

Atlanta – Milwaukee 2:0
Ohne Bogut ist dieses Duell in etwa so fair wie Rainer Calmunds Chancen Schlag den Raab zu gewinnen. Ich habe beide Spiele gesehen und Atlanta spielt fast ausschließlich auf Cruise Control, während sich die Bucks nicht nur Hintern, sondern auch alle anderen Körperteile entweder auf- oder ausreißen. Doch entweder verlieren sie zu oft den Ball oder treffen offene oder leichte Würfe nicht. Kommen sie dann doch mal auf unter zehn Punkte heran, schalten die Hawks in Monstertruck-Modus hoch und weisen Milwaukee in die Schranken.

Orlando – Charlotte 2:0
Von den Bobcats war mehr zu erwarten. Nicht unbedingt ein Sieg, aber mehr Kampf, Leidenschaft. Besonders in Spiel 2 schien das Team sich schon zur Halbzeit aufgegeben zu haben, während sie in Spiel 1 noch mithalten konnten – auch weil es bei den Magic nicht lief. Bleibt nur zu hoffen, dass zuhause wenigstens eine Partie gewonnen werden kann, damit die Franchise ihren ersten Playoff-Sieg bekommt.

L.A. Lakers – Oklahoma City 2:1
„Would the real Lakers Bench please stand up?“ Wo bitte sind die Kollegen? Selbst von Lamar Odom, quasi sechster Starter, kommt nur wenig. Die Thunder dagegen in den ersten beiden Begegnungen zu grün, in Spiel 3 mit den eigenen Fans im Rücken aber großartig. Wenn OKC über Jahre zusammen bleibt und vielleicht noch ein Upgrade über Nenad Krstic kommt, dann Gnade dem Rest der NBA (mindestens dem Westen). Und Wenn die Thunder das Niveau der ersten drei Spiele halten können, ist sogar ein Upset drin, aber im Normalfall beendet Kobe diese Serie im Alleingang.

Denver – Utah 1:2
Die Jazz ohne Okur und Kirilenko – trotzdem Demontage der Nuggets in Spiel 3. Was ist mit Denver los? Antwort: Der Rhythmus fehlt einfach durch die Verletzungen von Kenyon Martin und Ty Lawson sowie dem Ausfall von Coach George Karl. Klar sind zumindest Martin und Lawson wieder dabei, aber das Spiel der Goldklumpen ist nicht so flüssig, nicht so rund wie noch in der ersten Saisonhälfte. Auch die fehlende Präsenz Karls wirkt sich Negativ aus, da Ersatz Adrian Dantley – zumindest noch nicht – auf dem gleichen Niveau coachen kann. Utah dagegen wie eh und je mit PF und PG, diesmal in Form von Carlos Boozer und Deron Williams. Dazu toughe Rollenspieler, aus denen Coach-Legende Jerry Sloan mehr als das Maximum herausholt.

Phoenix – Portland 2:1
Im ersten Spiel noch verloren, danach aber Butter bei die Fische gemacht und die Blazers in die Schranken gewiesen. Auch ohne Defensiv-Center Robin Lopez (könnte vielleicht in Runde zwei wieder spielen) läuft es bei den Suns, vor allem, da Jason Richardson in Spiel 2 und 3 gar nicht daneben werfen konnte. Alles andere als das Aus für die Blazers wäre eine lazarettgroße Überraschung.

Dallas – San Antonio 1:2
Nach Spiel 1 war die Mavs-Welt noch in Ordnung. Ok, eine Partie gegen die Spurs kann man zuhause auch abgeben, gewinnt man halt in San Antonio. Denkste. Dallas am Ende des dritten vorne, Dirk auf die Bank und zack sind die Spurs wieder im Geschäft, drehen das Ding und führen 2:1. Panik? Kannste haben. Die Mavs müssen unbedingt Spiel 4 gewinnen, sonst ist alles vorbei. Dirk mit dem besten Mitspielern, die er je hatte – sagt er und was kommt von denen. Mooooin Shawn Marion, Mooooin Caron Butler – aufwachen. Kidd auch nicht so stark wie gewohnt. Bei den Spurs zeigt Ginobili was ein Gaucho so ist und erspielt sich allein in einer Partie mehere Millionen seiner Vertragsverlängerung. Spurs-Mavs ist immer ein heißes Duell, wer weiterkommt, trifft in Runde zwo wohl auf die Suns – kein unmögliches Unterfangen und danach ist vielleicht sogar das Finale möglich.

Wie geht’s in der zweiten Woche weiter

Heute (Samstag) erst einmal vermeintlich sutje. Magic und Hawks können die Führungen auf jeweils 3:0 ausbauen. Im Westen geht es für Phoenix und L.A. darum, für Ruhe zu sorgen. Blazers und Thunder werden bis zur letzten Sekunde des letzten Spiels kämpfen, mit 3:1 spielt es sich geflissentlich leichter als mit 2:2.

Am Sonntag wollen die Celtics die Serie eintüten, die Cavs die Vorentscheidung. Danach geht es erst richtig hoch her. Dallas und Denver mit dem Rücken zur Wand, müssen unbedingt gewinnen, wenn nicht schon in Runde eins Feierabend sein soll (das gilt natürlich für jedes Team, aber nur die Mavs und Nuggets haben/hatten den Meistertitel als Ziel ausgegeben).

Am Montag könnten gleich drei Serien beendet werden: Orlando-Charlotte, Atlanta-Milwaukee, Phoenix-Portland. Meinem Tipp zuliebe darf es aber noch je eine Partie länger dauern.

Dienstag: Celtics-Heat (falls Miami Spiel 4 überlebt, hier ist endgültig Schluss), Mavs-Spurs (entweder macht San Antonio alles klar oder Dallas dreht die Serie), Cavs-Bulls (Tschö in 5 für die Bullen), Lakers-Thunder (3:2 für L.A.)

Mittwoch: falls noch nicht Schluss ist, was ich hoffe, dann jetzt: Magic-‚Cats, Hawks-Bucks (je Spiel 5), Denver-Utah (Heimsieg Denver, 3:2 für die Jazz in der Serie)

Donnerstag: Die Suns hauen die Blazers in sechs raus, Dallas vs San Antonio vermutlich letztes Spiel (wer gewinnt Spiel 6?)

Freitag: Lakers-Thunder (Spiel 6), Nuggets-Jazz (Spiel 6) – tschö OKC, tschö Denver

Samtag: falls ich falsche liege – Dallas-San Antonio (Spiel 7)

Sonntag: siehe Samstag – Denver-Utah (Spiel 7), jetzt aber tschö Denver

Gewinnspiel

Die Beteiligung hielt sich in Grenzen. Neben mir bisher vier Teilnehmer (einer hat es noch nicht hinbekommen der Gruppe beizutreten). Für alle, die schon einen Pick’n’Roll Eintrag gemacht haben bei NBA.com und in noch keiner Gruppe sind: Pick’n’Roll, Leagues, nach „Inglorious Baskets“ suchen, Passwort „scalabrine“ eingeben. Dabei sein und Chancen auf einen Döner (min) haben, dazu natürlich Respekt, Ehre und das ganze andere Zeugs, dass Geld nicht kaufen kann.

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