Playoffs, Baby – Woche 2

Sobald alle Serien beendet sind, gibt es noch die Defintionen. Das ist das Play für jedes Team, welches sinnbildlich für das Abschneiden in der Serie steht. Außerdem werden dann die Serien-Tipps unten aktualisiert.

Cleveland – Chicago 4:1
Die Bulls haben gebissen, gekämpft, aber wirklich eine Chance hatten sie nie. Nach dem Abgang von Ben Gordon fehlte es an einem weiteren Scorer neben Derrick Rose.

Boston – Miami 4:1
Eine Partie (Spiel 4) konnte Dwyane Wade für die Heat gewinnen, ansonsten präsentierten sich die Celtics stärker als erwartet.

Atlanta – Milwaukee 4:3
„Fresst eure Worte“ – dachten sich die Bucks und schockten die Hawks, alle Experten und auch die Fans. 3:2 lag Milwaukee in Front mit der Chance in heimischer Halle die Serie zu beenden. Doch wie ein verschrecktes Reh im Scheinwerferlicht präsentierten sich die Bucks in Spiel 6. Zwar lief auch Atlantas Offensive alles andere als auf Hochtouren, doch es reichte zum Ausgleich, jetzt haben die Hawks Heimrecht. Insgesamt ist das Auftreten der Hawks enttäuschend, während sich Milwaukee stark präsentiert – vor allem dank ihres hervorragenden Coaches Scott Skiles.
UPDATE Auch Spiel 7 ging deutlich an ATL. Früh stellte das Team die Weichen und verwaltete dann den Vorsprung. Trotzdem hat es den Anschein als wenn die Hawks nicht für die Playoffs, sondern für die regulären Saison gemacht sind. Allerdings ist die Mannschaft noch jung, vielseitig und vor allem sehr athletisch.

Orlando – Charlotte 4:0
Howard ständig in Foultrouble, Vince unkonstant, trotzdem haben die Magic den Besen rausgeholt. Vor allem dank gutem Teamball und einem Jameer Nelson in Bestform.

L.A. Lakers – Oklahoma City 4:2
Nach Spiel 4 sah es beinahe so aus, als wenn die jungen Thunder die Serie drehen könnten, doch die Lakers sind die Lakers und Kobe Kobe. Zu Cool, zu meisterhaft gewannen sie Spiel 5. Kobe scorte einige wichtige Würfe, bediente ansonsten seine Big Man Gasol und Bynum, die den Frontcourt der Thunder auseinandernahmen. In Spiel 6 hatte OKC ein Entscheidungsspiel in der Hand, doch Gasols Tip-In besiegelte ihr Schicksal. Kein Beinbruch für Durant & Co. Sie haben sich ebenfalls sehr achtbar geschlagen, werden in der kommenden Saison noch stärker sein. Was fehlt ist ein Lowpost-Scorer auf der Fünf, allerdings hat das Team noch Zeit und kann deshalb auf die perfekte Lösung warten. Wie’s für L.A. weitergeht steht weiter unten.

Denver – Utah 2:4
Überraschung? Nicht wirklich. Die Jazz waren schon in den letzten Wochen der regulären Saison verdammt stark, die Nuggets dagegen begannen zu implodieren. Dann fielen allerdings erst Andrei Kirilenko und in Spiel 2 Mehmet Okur verletztungsbedingt aus. Beides tat den Leistungen der Jazz keinen Abbruch. Carlos Boozer und Deron Williams waren ein vernichtender One-Two- oder Two-One-Punch. Dazu noch Paul Millsap als gewaltiger Haken und C.J. Miles, Wes Matthews und Kyle Korver als Körpertreffer. Denver hingegen komplett aus dem Takt. Die Verletzungen von Kenyon Martin und Ty Lawson vor den Playoffs waren sicherlich schlecht für den Rhythmus, aber die Krebstherapie und Nichtanwesenheit von George Karl brach ihnen das Genick. Karl hat das Team mit – verhalten formuliert – interessanten Charakteren (Smith, Melo, Martin und auch Billups) unter Kontrolle und kann die Richtung vorgeben, weil er die nötige Autorität hat. Assistant Coach Adrian Dantley hat diese aufgrund seiner Position, Unerfahrenheit und Persönlichkeit nicht. Wie in Dallas steht auch in den Rocky Mountains eine interessante Offseason bevor.

Phoenix – Portland 4:2
Die dezimierten Blazers machten die Serie dank des ultraschnell wiedergenesen Brandon Roy spannend, aber letztlich sich die Suns-Defense (!) – oder war es doch die schlechte Blazers-O – durch und steht verdient in der zweiten Runde.

Dallas – San Antonio 2:4
Und es hat wieder nicht gereicht für Uns Dirk. Ratlos, Planlos, Beaubois-los und ohne Unterstützung für Dirk agierten die Mavs zumeist. Rick Carlisle hat durch einige fragwürdige Entscheidungen seinen Job zumindest gefährdet. Aber dem Coach ist nicht die alleinige Verantwortung zuzuschieben. Besonders Jason Kidd und Shawn Marion zeigten nichts. Auch Brandon Haywood und Erick Dampier, Caron Butler und Jason Terry konnten Nowitzki nicht immer helfen. So bitter es für Dirk auch ist, die Chance, dass er bei der WM für Deutschland aufläuft, ist durch das frühe Ausscheiden sicherlich nicht kleiner geworden. Die Spurs und vor allem Coach Gregg Popovich haben wieder mal gezeigt, dass mit ihnen immer zu rechnen ist und auch für den weiteren Verlauf der Playoffs ist von San Antonio einiges zu erwarten. Manu Ginobili ist sehr gut drauf. George Hill ist der neue X-Factor und Tony Parker wird von Spiel zu Spiel fitter. Selbst Richard Jefferson hat besser agiert als erwartet. Und diesen Duncan haben sie ja auch noch.

Wie geht’s in der dritten Woche weiter

Cleveland – Boston, Tipp vor den Playoffs: Cavs in 6, Tipp jetzt: Cavs in 6
Schon heute geht es los. Die Teams hassen sich untereinander, was gut für die Serie ist. Boston gewinnt unter normalen Umständen zwei Partien, mehr aber nicht, da sie einfach zu alt und die Cavs zu gut sind. Aber mal sollte nie das Herz eines Champions unterschätzen, besonders nicht wenn Ray Allen heißläuft und KG Boston härter pusht als die Jungs von Inner Circle.

Orlando – Atlanta, Tipp vor den Playoffs: Magic in 6, Tipp jetzt: Magic in 5
Die Matchups und die Tiefe spricht klar für Orlando, zumal sie auch im athletischen Bereich keine Nachteile gegen die Hawks haben. Die Magic-Defense wird die leicht auszurechnende Hawks-Offense vor große Probleme stellen. Wie viele Spiele Atlanta gewinnt, bestimmen zum einen die Schiedsrichter (Fouls gegen Dwight Howard) und die Intensität in der Verteidigung bei den Hawks (manchmal zu lustlos).

L.A. Lakers – Utah, Tipp vor den Playoffs: Lakers in 6, Tipp jetzt: Lakers in 7
Auf dem Papier hat L.A. einen Vorteil am Brett (Bynum, Gasol und Odom gegen Boozer, Fesenko und Millsap) und auf dem Flügel (Artest und Kobe gegen Miles und Matthews). Auf der Eins sind die Jazz dank Deron Williams in der Pole Position. Doch vor allem hinter der Fitness der Lakers – besonders bei Kobe – stehen Fragezeichen.  Die Jazz sind eine Kämpfertruppe, immer mit vollem Einsatz am Start. Wie kommt L.A. damit zurecht? Am Ende wird sich der Meister durchsetzen, knapp, aber es reicht. Allerdings wird es kräftezehrend und im Conference Finale könnte das der entscheidende Vorteil für Phoenix oder San Antonio sein.

Phoenix – San Antonio, Tipp vor den Playoffs: Mavs in 7 (gegen die Suns), Tipp jetzt: Spurs in 6
Eine weitere Serie mit Geschichte. Nach dem bitteren Ausscheiden 2007 und dem Erstrundenaus 2008 gegen die Spurs brennt Phoenix auf Revanche. Möglich ist sie, viel hängt aber von der Verteidigung ab. Gegen die Blazers lief es hinten gut, was aber auch am langsamen Spiel Portlands lag. Die entscheidenden Matchups sind Duncan-Stoudemire und Hill (?)-Ginobili. X-Factor neben der Bank um Dudley, Frye und Barbosa könnte Robin Lopez (Bandscheibenvorfall) werden, falls er rechtzeitig fit wird. Die Spurs sind nach dem Erfolg gegen Dallas eigentlich der Favorit, alles spricht für sie, aber vielleicht wird Phoenix auch nur unterschätzt. Es wird jedenfalls heiß werden.

Gewinnspiel

Sechs Teilnehmer, immerhin. Zwei haben erst während der ersten Playoffpartie (Cleveland-Chicago) ihre Tipps eingetragen, deshalb gabs für die Serie vom Spiel keine Punkte, allerdings werde ich diese mitzählen. Aktueller Zwischenstand:

1. Der Blog-Autor, 90 Punkte (noch 190 möglich)
2. Jewe, 70 (140)
3. Thuno, 60 (110)
3. d4nT4sTiCs, 60 (230)
5. D-Unit, 50 (150)
5. Felix, 50 (230)

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