Playoffs, Baby – Woche 3

Die langweiligste zweite Runde aller Zeiten? Vielleicht. So deutlich war es selten. Gerechnet hat damit niemand.

Cleveland – Boston 2:1
Ellenbogen. Der bedeutendste der Basketball-Welt. Farce oder Wahrheit? Eher werden wir wissen, ob die Amis wirklich Alien-Raumschiffe in der Area 51 haben. Zum sportlichen: Die Celtics im Stile einer Mannschaft, deren Stern langsam untergeht, sich aber noch dagegen sträubt. Bisher bieten sie den Cavs besser Paroli als erwartet. Spiel 3 – in einer Best-of-Seven-Serie immer ein enorm wichtiges Spiel für die Heimmannschaft – mussten sie im heimischen Garden abgeben, Cleveland war einfach zu stark. Deshalb steht Boston heute Abend mit dem Rücken zur Wand. Wenn sie verlieren, sind sie so gut wie ausgeschieden.

Orlando – Atlanta 3:0
Nach drei Spielen gegen die Hawks sehen die Magic wie der kommende Champ aus – auch wenn es nur eine Momentaufnahme ist. Ehrlich gesagt, hätte ich erwartet, dass ATL zuhause zurückschlägt, aber es ist maximal beim Versuch geblieben. Verliert Joe Johnson in der Serie gegen die Magic möglicherweise einige Millionen Dollar? Für einen Teamleader und Borderline-Franchise-Player agiert er überaus blass. Die Magic holen sich entweder Spiel 4 oder 5 und können sich dann in Ruhe auf die Cavs vorbereiten.

L.A. Lakers – Utah 3:0
Der Meister rettete Spiel 1, obwohl Utah rund vier Minuten vor Ende führte. Eine Niederlage die weitreichende Folgen haben könnte, denn durch die Verlust von Spiel 2 standen die Jazz schon in Spiel 3 mit dem Rücken zur Wand – und verloren die extrem spannende Partie („Heartbreaker). Zurück zu Spiel 1 – warum gewannen die Lakers letztlich? 1. Kobe Bryant, 2. die Jazz-Offensive. Während erstens wohl kaum erklärt werden muss, überrascht zweitens. Urplötzlich wirkten die Jazz planlos – warum auch immer. Deron Williams hätte weiter die Fäden ziehen müssen, tat er aber nicht. Jerry Sloan wollte keine Auszeit verbrauchen, das rächte sich, denn die schwarze Mamba warf die Lake-Show wieder in Front.

Phoenix – San Antonio 3:0
Tippfehler? Wunschdenken? Wahn? Phoenix! Was die Suns mit den Spurs machen ist unglaublich. Wird Steve Nash Team komplett unterschätzt? Auf jeden. Wie gut sind sie? Keine Ahnung. Jeder Sun bringt in den Playoffs Top-Leistungen. Immer wieder springt ein anderer Spieler in die Bresche. Spiel 1: Nash, Stoudemire und Richardson. In Spiel 2 die Rollenspieler Grant Hill, Channing Frye und Jared Dudley. Spiel 3: Goran Dragic mit seiner 23 Punkte Explosion im vierten Viertel. Auch wenn San Antonio wohl nicht ohne Sieg ausscheiden wird – noch nie hat eine Mannschaft eine Serie nach 0:3-Rückstand noch gewonnen. Es ist also nur eine Frage der Zeit. Phoenix hat schließlich vier Matchbälle.

Wie geht’s in der dritten Woche weiter

Sonntag: Cleveland-Boston und Phoenix-San Antonio jeweils Spiel 4. Vielleicht ist für die Spurs jetzt schon Schluss. Und kann Boston es noch einmal spannend machen.
Montag: Orlando-Atlanta und L.A.-Utah jeweils Spiel 4. Machen die Magic schon alles klar und kommen die Jazz nochmal in die Serie zurück?
Dienstag: Cleveland-Boston und Phoenix-San Antonio jeweils Spiel 5?
Mittwoch: Orlando-Atlanta und L.A.-Utah jeweils Spiel 5. Spätestens jetzt sollte der erste Ost-Finalist feststehen. Im Westen führt L.A. 3:2.
Donnerstag: Cleveland-Boston und Phoenix-San Antonio jeweils Spiel 6 sind hier angesetzt, aber wer glaubt da noch dran.
Freitag: L.A.-Utah Spiel 6. Die Lakers machen in Salt Lake City den Sack zu.

Gewinnspiel Zwischenstand

1. Der Blog-Autor, 100 Punkte (noch 180 möglich)
2. Jewe, 80 (130)
3. Thuno, 70 (100)
3. d4nT4sTiCs, 70 (220)
5. Felix, 60 (220)
6. D-Unit, 50 (130)

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