Playoffs – Woche 4

Cleveland – Boston 2:4
Wurde der Basketball in Cleveland von den Celtics zu Grabe getragen? In gut zwei Monaten werden wir ein wenig mehr wissen, denn jetzt geht es nur noch darum, ob ER bleibt oder geht. Boston hat sich perfekt auf Cleveland eingestellt, eine erstickende Defense gespielt und vorne genug Waffen, um zu punkten. Zuerst ist natürlich Rajon Rondo zu nennen, der in Spiel 4 ein unglaubliches Triple-Double lieferte, aber auch Ray Allen und Paul Pierce, die aus der Distanz immer wieder Nadelstiche setzten. Hauptgrund ist aber Kevin Garnett, der Herz und Seele der Mannschaft ist und gegen die Cavs die Uhr ein paar Jahre zurückdrehte. Auch die Rollenspieler Kendrick Perkins, Tony Allen und Big Baby Davis trugen ihren Teil zum Erfolg bei. Selbst Rasheed Wallace, der gegen die Cavs in Spiel 2 und 6 zweistellig und vor allem hochprozentig traf. Bei den Cavaliers liegt vieles im Argen, teilweise habe ich das schon bei „Re:Definition“ aufgelistet, auf den einschlägigen Seiten gibt es aber wesentlich tiefer gehende Analysen, ansonsten hört euch auch den Special-Podcast der FIVE an.

Orlando – Atlanta 4:0
Einfach nur machtlos – das waren die Atlanta Hawks gegen die Magic. Im Schnitt 25,3 Punkte Vorsprung für die Magic. Mehr muss dazu nicht gesagt werden.

L.A. Lakers – Utah 4:0
Zweimal waren die Jazz ganz nah dran, einen Sieg einzufahren. Erst in Spiel 1, dann hauchdünn – mit zwei Chancen das Spiel zu gewinnen – in Spiel 3. Die Big Plays machten letztlich aber immer die Herren in Gold und Violett. Hätte, wäre, wenn ist immer müßig, aber doch ist das deutliche Ausscheiden Utahs bitter, denn so schlecht waren sie nicht. Bei den Lakers hingegen scheint der Schalter umgelegt zu sein, auch wenn sie ein wenig Glück hatten. Aber auch das braucht man als Meister respektive möglicherweise kommender Meister. Entschieden wurde das Duell unter den Körben. Bynum, Gasol und Odom waren zu viel für Boozer und Millsap.

Phoenix – San Antonio 4:0
Ein tolles viertes Spiel Schloss den vielleicht sehenswertesten Sweep dieser Playoffs ab. Die Suns haben ihr Spiel auf ein neues Niveau gehoben, das Selbstvertrauen ist selbst am heimischen Laptop/Fernseher deutlich zu spüren. Steve Nash hat mal wieder gerechtfertigt, wieso er zwei MVP-Trophäen im Schrank hat. Aber auch der Rest hat überzeugt. Ob Amare Stoudemire, Jason Richardson oder Grant Hill, ob Goran Dragic, Jared Dudley, Channing Frye oder Louis Amundson. Einzige Leandro Barbosa bleibt in diesen Playoffs etwas hinter seinen Möglichkeiten, hatte in Spiel 3 allerdings einen positiven Ausreißer (13 PKT, 5/7 FG, 2/2 3PT).

Wie geht’s in der dritten Woche weiter

Orlando – Boston
Orlando hat genau das, was den Celtics überhaupt nicht liegt: Athletik. Das hatten auch die Cavs, spielten es nur nicht aus. Aber Orlando kann nicht nur Dwight Howard, sondern kann noch Vince Carter, Mickael Pietrus und Matt Barnes auf dem Flügel aufbieten. Im Angriff haben die Magic unzählige Waffen, sodass es den Celtics kaum gelingen wird alle zu stoppen. Deshalb muss Boston Dwight Howard ausschalten – und zwar durch Foulziehen im eigenen Angriff. Aber selbst wenn das gelingt, ist Orlando nicht entschärft. Gegen die Cavs war Coach Doc Rivers Bostons Trumpf, gegen Stan Van Gundy ist der Vorteil auf der Trainerbank nur noch minimal. Die großen Drei der Kelten müssen mindestens auf dem Level der Cleveland-Serie spielen und Rajon Rondo stets Top-Leistungen bringen, damit es für die Finals reicht. Orlando ist der Favorit, hat dazu die nötige Playoff-Erfahrungen, wurde in der bisherigen Postseason aber noch nicht gefordert. Gewinnt Boston eines der ersten beiden Spiele in Orlando ist der Sieg drin, ansonsten gewinnen die Magic in sechs Partien.

L.A. Lakers – Phoenix
Auf dem Papier könnte es nicht eindeutiger sein, aber die Playoffs haben gezeigt, dass den Suns alles zuzutrauen ist, genau wie den Lakers. Spielt L.A. so konsequent über die großen Leute wie gegen Utah dürfte Phoenix keine Chance haben, obwohl die Suns-Defense gut ist. Nur ist Robin Lopez nicht in Form, selbst wenn er spielen kann, Channing Frye ist zu weich, Jarron Collins zu schlecht. Louis Amundson bringt Hustle, aber einen Gasol oder Odom wird er nicht stoppen können. Bleibt also Amar’e Stoudemire, der kein Verteidigungsfreund ist, sich aber einen Maximal-Vertrag verdienen kann, wenn er auch am eigenen Korb aufräumt. In der Offensive kann Phoenix durch das System jeden Gegner vor große Probleme stellen. Entscheidendes Matchup hier: Kobe und Artest (abwechselnd) gegen Jason Richardson. J-Rich ist das Barometer für Phoenix. Läuft es für ihn, läuft es für die Suns und umgekehrt. In Spiel 1 geht es für die Suns fast schon um alles, denn: 45:0 – gewinnt Phil Jacksons Team das erste Spiel einer Serie sieht die Bilanz so aus. Tipp: (Hirn siegt über Herz) Lakers in 6.

Gewinnspiel Zwischenstand

1. Der Blog-Autor, 140 Punkte (noch 0 möglich)
2. Jewe, 120 (40)
3. d4nT4sTiCs, 110 (90)
4. D-Unit, 110 (0)
5. Felix, 100 (130)
NEU 5. tobigood 100 (130)
7. Thuno, 90 (0)

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